Die Markttechnik – Meine Tradingregeln

Oktober 23, 2016 Johann 3 comments

Die Markttechnik

Meine Tradingregeln

 

 

(Stand: 23.10.2016)

Hallo liebe Leser und Besucher.

 

Wie ihr sicherlich schon im Blog gelesen habt (falls nicht, holt das unbedingt nach) habe ich im Dezember 2015 mit dem Trading angefangen und bis Februar 2016 mein Konto halbiert. Im Oktober 2016 bin ich nicht wirklich weiter damit meine alte Kontogröße zu erreichen und bewege mich immer wieder um die 300 Euro herum. Begonnen habe ich mit den Büchern von Voigt um die Markttechnik. Danach habe ich mir viele Webinare auf Youtube angeschaut, von denen ich stellenweise nicht mehr viel halte. Im Laufe meines Tradings habe ich die Bücher von Carsten Umland und Erdal Cene gelesen und mit vielen Tradinganfänger gesprochen.

 

Da ich aktuell meine alte Kontogröße noch nicht wieder aufgebaut habe, war der Gedanke natürlich naheliegend zu überlegen woran meine geringe Erfolgsquote liegt. Um das Ganze nun etwas aussagekräftiger zu gestalten habe ich mir Regeln auferlegt. Diese sollen das Trading nach der Markttechnik etwas „messbarer“ machen.

 

Hier findet ihr meine Regeln der Markttechnik, die ich zwischendrin auch anpassen werde, wenn sich etwas ergibt. Dadurch habt ihr einen genauen Einblick in meine Herangehensweise und könnt nachvollziehen was ich tue. Die Details dazu gibt es dann auch immer in der Wochenübersicht!

 

 

Tradingregel nach der Markttechnik:

 

Trades nur noch in Trendrichtung des D1, aus dem H4 heraus

Das heißt konkret, dass ich nur noch die Bewegung des D1 in Trendrichtung trade. Meine genutzte Zeiteinheit wird der H4 (bis Mitte Oktober noch der H1), den ich nutze um den startenden Trend als Indikator für den Beginn der Bewegung im D1 zu identifizieren.

 

Somit warte ich entsprechend lange ab, damit es ein eindeutiges Signal gibt, setze meinen Stop an den letzten P3 im H4 und das Ziel an den letzten P2 des D1. Somit habe ich eine klare S/L und T/P Regelung. Der S/L wird dabei von mir subjektiv nachgezogen. Das heißt, dieser kommt nicht immer an den letzten optischen P3 im H4, da dieser über Kerzen im D1 gebrochen werden könnte. Vielmehr wird es sowas wie der vorletzte P3 des H4 werden. Genaues hierzug werde ich, je nach Vola und Dynamik in meinem Trademanagement entscheiden. Pauschalaussagen sind diesbezüglich vermutlich schwierig.

 

Es ist also ein Trade aus der Korrektur des D1 heraus, die ich aber im H4 trade und auch den H4 zur Stopsetzung nutze. Konkret ist dies ein Bewegungshandel im D1 bis zum Ausbruch am letzten P2 des D1.

 

Beispieltrade NZDUSD:

Um das ganze etwas besser zu verdeutlichen, hier auch mal ein Screenshot aus dem D1 des NZDUSD als Longposition in Trendrichtung. Die grüne Linie ist mein Einstieg, die rote Linie unten mein Stop und die rote Linie oben mein Ziel.

 

 

nzdusd-d1

 

Im H4 sieht das Ganze nun so aus:

 

 

nzdusd-h4

 

Und nun im H1:

 

 

nzdusd-h1

 

 

Diesen Trade habe ich im H1 aus der Korrektur des D1 eröffnet. Wie ihr sehen könnt, bin ich im H1 fast ausgestoppt worden (gestrichelte rote Linie unten), obwohl der Einstieg richtig war. Das Problem auf das ich aufmerksam gemacht wurde ist das ich im H1 den Trend des H4 ignoriere und somit auch die dort stattfindenden Bewegungen/Korrekturen. Rückwirkend betrachtet hat mich dies in einigen Trades rausgehauen, obwohl die Richtung gestimmt hat. Dies ist auch der Grund warum ich Mitte Oktober in den H4 gewechselt bin und dementsprechend meine Stops setze.

 

 

Nur folgende Märkte werden gehandelt: EURUSD, EURGBP, GBPUSD, EURJPY, USDJPY, NZDUSD

Ich beschränke mich hier zum einen auf liquide, große Währungspaare, aber auch auf den entsprechend kleinen Spread. Ansonsten gibt es keinen Grund warum ich nicht noch andere Märkte ausgewählt habe. Diese scheinen mir sinnvoll aus oben genannten Gründen und aufgrund der geringen Anzahl auch überschaubar. Sollte das dazu führen das ich Wochen lang keinen Trade machen kann, dann ist das für mich in Ordnung. Mir geht es um eine langfristige positive Performance und nicht um möglichst viele Trades.

 

Ich trade keine Aktien/CFDs, weil mein 300 Euro Konto für die Positionsgrößen zu klein ist. Dies wird sich aber im nächsten Jahr ändern. Ich möchte die Markttechnik definitiv mit diesem Ansatz auch in Aktien einsetzen und ausprobieren.

 

 

Die Positionsgröße beträgt immer 1 Mikrolot

Das ist die kleinste mögliche Positionsgröße meines Brokers, deshalb habe ich diese gewählt. Im Zusammenhang mit dem einzugehenden Risiko entspricht dies auch meistens den 1-3% meiner Kontogröße, wenn ich Trades im H4 positioniere. Sollte das Risiko mal an die 4-5% gehen, dann ist das für mich in diesem Mini-Übungskonto auch noch in Ordnung.

 

 

Es wird eine zweite Position bei ca. 25 – 30% der „Wegstrecke“ mit 1 Mikrolot eröffnet

Dies hat den Grund, dass ich einen bereits im Gewinn liegenden Trade mit einer zweiten Position ergänzen möchte. Die Prozente sind eher willkürlich gewählt, da ich davon ausgehe das bei 25-30% der Bewegung zum einen diese in sich bestätigt ist und zum anderen noch genug Potential nach oben ist um einen entsprechenden Profit rauszuholen. Also würde ich quasi die zweite Position mit der Erwartungshaltung eröffnen die restlichen 75-70% Gewinn nach oben zum letzten Hoch mitzunehmen.

 

Die Eröffnung findet ebenfalls aus der Korrektur des H4 statt, sodass der S/L der ersten Position dem S/L der zweiten Position entspricht.

 

 

Jeder Trade wird umgehend ins Tradingtagebuch eingetragen

Dies habe ich bislang nicht gemacht!

 

Vielmehr wurde von mir jeder Trade am Monatsende in die Excel eingetragen und im Nachgang dann auch für die Monatsübersicht übertragen. Eine Tradeauswertung im Einzelnen erfolgt bei mir immer erst nach dem eigentlichen Trade. Mein Tradingtagebuch war somit eigentlich nur für die Monatsdokumentation relevant, dies möchte ich hiermit ändern und mich nach der Eröffnung jedes Trades damit beschäftigen. Da ich die Frequenz auch senken möchte, werde ich vermutlich auch Screenshots hinterlegen und eine kurze Erklärung dazu schreiben. Im Nachgang ist es als Anfänger schwer nachzuvollziehen warum man den Trade eröffnet hat.

 

 

Aufbau Tradingtagebuch

Mein Tradingtagebuch wird in Excel geführt und sieht aktuell so aus:

 

 

tradingtagebuch

 

 

Für mich ist wichtig die Trades in Zukunft einzutragen, optisch darzustellen (links D1, rechts H4) und auch nach bestimmten Punkten auswerten zu können. Was genau ausgewertet wird seht ihr sowohl im Screenshot, als auch in den Monatsberichten.

 

 

In diesem Zusammenhang dann auch die Übersicht für das gesamte Jahr:

 

 

tradingtagebuch-2016

 

 

 

Updates zu diesem Bereich hier findet ihr ausschließlich in Facebook, da ich keinen Newsfeed mehr einbauen werde! Wer der Facebookgruppe beitreten möchte, kann das gerne HIER tun!

 

Gruß

Johann

3 Comments on “Die Markttechnik – Meine Tradingregeln

  1. Um Erfolg mit dem Trading zu haben, benötigst Du für Deine Strategie einen Vorteil dem Markt gegenüber. Dieser muss wie Birgit schon sagte rubust back getestet sein. Aus Chartbildchen irgendwelche Trends herauszufinden funktioniert nicht ohne konkrete Muster, die auch back getestet werden. Ohne nachweisbaren Vorteil wirst Du auf Dauer verlieren.

    Ich selber handele mit Optionen und bin Stillhalter. Als Stillhalter hat man einen Vorteil. Man bekommt vom Käufer die Stillhalterprämie. Das Underlying muss sich erst mehr als die Stillhalterprämie in die falsche Richtung bewegen, bevor der Stillhalter verliert. Für den Käufer muss sich der Markt erst mehr als die Stillhalterprämie in seine Richtung bewegen, bevor er gewinnt.

    Natürlich ist das alles nicht ganz so einfach. Man muss ein solides Risiko- und Moneymanagement implementieren und auch Regeln aufstellen.

    1. Hallo Peter.
      Danke für deinen Kommentar. Ich schätze viele deiner Posts sowieso von einigen Youtubevideos, falls du DER Peter Haase bist, wovon ich hier mal ausgehe.
      Mittlerweile habe ich viele meiner Fehler, durch eben solche Hilfestellungen erkannt und arbeite gerade daran mir einen solchen Vorteil zu erarbeiten.
      Da der Weg bis dahin aber noch recht lang und steinig ist, lasse ich mir diesbezüglich auch Zeit, wenn auch mit einem gewissen Nachdruck meinerseits.
      Gruß
      Johann

  2. Hallo Johann,

    Hast du schon einen Backtest gemacht? Das heißt getestet ob deine Strategie in der Vergangenheit funktiniert hätte? Der Test sagt zwar nichts darüber aus ob die Strategie auch in der Zukunft noch funktionieren wird. Aber eine Strategie die in der Vergangenheit schon nicht funktionert, würde ich erst gar nicht handeln.

    Das Setup deiner Strategie hört sich gut an. Hast du auch konkrete Handelsregeln? Der Einstieg bspw. Wo steigst du genau ein wenn dein Setup erfüllt ist?

    LG
    Birgit

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