Interview mit Rene Waack von geldchallenge.de

Juli 17, 2019 Johann No comments exist

Rene ist Investor, Trader und betreibt seit einiger Zeit seinen Blog geldchallenge.de. Rene hat sich freundlicherweise als Interviewpartner zur Verfügung gestellt um mir einige Fragen zu beantworten. Da wir beide ähnliche Ansätze – vor allem mit meinem aktuellen Optionshandel – verfolgen, ist ein solches Interview auch für mich persönlich sehr spannend.

 

1.) Hallo Rene, schön dass du dich bereit erklärt hast mir und den Lesern etwas über dich und deinen Werdegang sowie deine Ansätze zu erzählen. Vielleicht starten wir mit einer kurzen Vorstellung. Wer bist du und was machst du?

 

Ich bin René – 49 Jahre, lebe mit meiner Frau und meinen Jungs (18 und 27 Jahre) in unserem Haus in Hamburg. Meine Berufung habe ich in der Logistik gefunden. Neben dem heutigen Thema Börse und Trading, bin ich und meine Frau auch als Immobilien Investoren aktiv und immer auf der Suche nach neuen Objekten.

 

2.) Lt. deinem Blog handelst du verschiedene Ansätze, die auch verschiedene Zeithorizonte und Haltedauern umfassen, darunter auch der Optionshandel. Wie bist du zum Optionshandel gekommen und warum gerade Optionen?

 

Bevor wir zum Optionshandel kommen, ich sehe das Depot als Ganzes! Die verschiedenen Zeithorizonte ergeben sich aus dem Börsenverlauf und sind nicht zwingend eine präferierte Strategie. Wenn wir meinen Buy&Hold Anteil als Beispiel nehmen, dann wechseln die Anteile fast von Fälligkeit zu Fälligkeit. 

 

Und damit sind wir dann auch schon bei der Frage, warum gerade Optionen. Mit Optionen generiere ich neben den Dividenden – einer einfachen Dividendenstrategie – weitere Einnahmen durch das Schreiben von Cash Secured Put Optionen oder durch Covered Call Optionen. Diese Prämien sind in den genannten Strategien sicher! Das Risiko liegt ausschließlich in dem Underlying, also der Aktie!

 

Desweiteren gibt es einige Einkommensstrategien, welche einen zusätzlichen Cashflow generieren ohne zwingend eine Marktmeinung haben zu müssen! Die Butterfly (BF70+ und 123BF) und neuerdings meine HSV Strategie werden nach Kalender aufgesetzt und erlauben es mir ohne analytische Fähigkeiten ein regelmäßiges Einkommen zu erzielen. Einzig während der Laufzeit muss man ggf. durch Adjustierungen auf den Markt reagieren. Hier reichen aber ein paar Minuten am Tag um auf mögliche Schieflagen zu reagieren.

 

Aus diesen letzten Gründen bin ich auch zum Optionshandel gekommen! Was gibt es besseres als einen positiven Erwartungswert zu managen und sowohl bei steigenden, fallenden und seitwärts laufenden Phasen Geld verdienen zu können?

 

Ich bin ein eher ignoranter Typ und habe Jahrzehnte den Handel mit Optionen dem Handel mit Optionsscheinen gleich gesetzt. Leider wurde ich erst 2017 darauf aufmerksam dass dies absolut nichts mit einander zu tun hat.    

 

3.) Zählst du dich selbst zu den nebenberuflichen Tradern oder bist du aktuell Vollzeittrader? Könntest du dir vorstellen als Vollzeittrader zu arbeiten bzw. geht vielleicht deine Zielsetzung sogar in diese Richtung?

 

100% Teilzeittrader! Ich gehe morgens um 6 Uhr aus dem Haus und bin um 19 Uhr wieder zurück, dann setzte ich mich hin und prüfe meine Positionen. Meist sehe ich an den Kursen via Handy ob es Handlungsbedarf gibt oder nicht. Der Aufwand liegt dann zwischen 0 Minuten  und 30 Minuten pro Tag. Ich denke eine extra Meile die sich lohnt 😉

 

4.) Wie sieht deine eigene bisherige Aus- und Vorbildung im Bereich Trading/Börse aus? Was würdest du Anfängern empfehlen, die gerade dabei sind einzusteigen bzw. die ersten 1-2 Jahre Erfahrungen gesammelt haben?

 

Ich habe bereits in den 90er mit dem Börsenhandel angefangen. Die Depots wurden entweder komplett geschrottet oder es wurden Immobilien damit gekauft. Die Idee Professionell das ganze anzugehen, kam tatsächlich erst mit dem Wissen des Optionshandels und den damit verbunden Möglichkeiten in JEDER Marktphase Cashflow generieren zu können. Übrigens gleichzeitig wurde auch die Idee meiner Homepage geboren.

 

Natürlich hilft die langjährige Erfahrung, aber sie ist nicht zwingend Notwendig, wenn man sofort mit dem aktiven Handel beginnen möchte. Viel wichtiger und damit sind wir bei der Empfehlung an einen Anfänger, ist Positionsgröße und die Ignoranz vor den meisten Finanzblogger.

 

Trading wird zu meist als Spinnerei und als unmögliches Unterfangen abgetan. Es ist so herrlich en vogue unverbindlich einen ETF zu empfehlen und sich auf irgendwelche Dinge zu beziehen um einem Anfänger einreden zu wollen, er ist fürs Traden eh zu blöd und kann es lieber gleich lassen! Aus meiner Sicht absoluter BULLSHIT! Wer sich an die Börse traut und somit Zeit investiert der kann es auch gleich richtig machen und sich nicht mit dem Durchschnitt zufrieden geben!

 

Alleine meine vorhin vorgestellten Strategien (Cash Secured Put und Covered Call) bringen eine Mehrrendite von min. 10% pro Jahr! Aktive Blogger, die diesen Weg ebenfalls gegangen sind, berichten alle von den gleichen Ergebnissen! Wer aber noch mehr möchte und sich mit Optionsstrategie auf Future auseinandersetzt, der muss sich zwingend mit Margin, Vola und Money Management vertraut machen. Zudem die Positionsgrößen und sein Regelwerk 100% im Griff behalten!

 

2018 ist mir dies aus den Händen geglitten und schwups lag ich mit -50% hinten! Nicht weil das Regelwerk Mist war, nicht weil ich mich an zu große Positionen getraut habe, sondern schlicht und ergreifend weil ICH mich nicht an mein Regelwerk gehalten habe! Heißt es bei Immobilien immer Lage, Lage, Lage so ist es beim Handel mit Optionen Disziplin, Disziplin, Disziplin!

 

5.) Du zeigst auf deinem Blog auch deine Performance, was wirklich selten ist, merkwürdigerweise vor allem bei Personen die damit Geld verdienen wollen (Coaches etc.). Warum bist du diesbezüglich so transparent unterwegs?

 

Haha, meine Motivation liegt genau bei diesen monetarisierten pseudo Börsenexperten! Dieses rhetorisch perfekten Marketingstrategen nutzen ihr Halbwissen um die null Zinspolitik für ihr Geschäft auszunutzen. Statt wirklich zu beraten, wollen Sie Ihre blöden Affiliate vermarkten und zeigen dann mit ihrer bescheidenen Doppelmoral auf die bösen Banker! Nun bin ich nicht Mutter Teresa, aber meine Idee hinter dem Blog war es mein Trading öffentlich zu dokumentieren und somit die Chance zu bekommen zu Netzwerken, mit echten Profis! Die mir helfen mein Trading besser zu machen und mit diesen Leuten in den privaten Austausch zu kommen. Diesen Zweck hat die Homepage erfüllt und wenn ich mir meine Ergebnisse 2019 ansehe, war diese Strategie deutlich nachhaltiger als einem Interessierten Neueinsteiger einen ETF und das dazugehörige Konto durch falsch Aussagen auf zu schwatzen.

 

Wenn meine Ergebnisse duplizierbar und nachhaltig erfolgreich sind, dann werden mich auch entsprechende Interessenten auf ein Coaching ansprechen. Ich möchte durch Ergebnisse und nicht durch Marketing auf mich aufmerksam machen. In diesem Zusammenhang, möchte ich aber nicht unerwähnt lassen, dass jede Strategie im Internet zur Verfügung steht und es eher um ein ganzheitliches Depotkonzept gehen würde, als die Übermittlung einer Strategie!

 

Die meisten Anfragen zielten bisher eher darauf ab, mich auszuquetschen und zu versuchen gewisse Urheberrechte zu verletzen. Das finde ich dann schon sehr dreist und breche den Kontakt ab. Ich meine wer einen 123BF erlernen möchte, der hat bereits jetzt die Möglichkeit dieses Seminar kostenpflichtig zu bekommen und sofort loszulegen.

 

 

Den zweiten Teil des Interviews findest du HIER!

 

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